Die eine wichtige Regel

Wenn man sich eingehender mit Rhetorik und dem Sprechen vor Menschen beschäftigt stösst man schnell auf unzählig Regeln, die man beachten sollte. Viele dieser Regeln sehe ich persönlich als ziemlich überflüssig und verwirrend an aber es gibt für mich eine Regel, die über allem steht und wenn man diese berücksichtigt automatisch schon unglaublich viel richtig macht.

Es geht immer um das Publikum – nie um den Sprecher

Als ein Dozent von mir, diese Regeln als die Essenz des Public Speakings vorstellte wusste ich nicht genau, wie ich diese zu interpretieren habe. Es ging seine Zeit bis ich verstanden habe was er damit mein. Ich möchte versuchen, das kurz zu erklären.

Es geht darum, dass es der Sprecher dem Publikum möglichst einfach machen soll etwas zu lernen und nicht, dass es der Sprecher möglichst einfach auf der Bühne hat.

Ein paar Beispiele:
Der Sprecher hat seinen kompletten Text auf der PowerPoint Präsentation abgebildet: Somit dient die Präsentation nicht als Hilfsmittel für das Publikum zu lernen sondern als persönlicher Sprickzettel des Referenten.

Der Sprecher steht hinter einem Podium: Das Publikum sieht lediglich 25% des Redners, wichtige rhetorische Komponente wie Gestik und Körperhaltung gehen verloren. Zusätzlich schafft das Podium eine Distanz zwischen Redner und Publikum. Somit hat es sich der Redner einfach gemacht und schwer für das Publikum.

Ein Redner steht vor den Menschen und zeigt Emotionen: Auf der Bühne zu stehen und den Menschen seine Emotionen zu zeigen und sie daran teilhaben zu lassen, ist unfassbar anstrengend. Aber es führt dazu, dass das Publikum sich Dinge aus dem Speech merken kann. Dann geht es um das Publikum und nicht um den Sprecher.

Ich habe diese Regel ebenfalls versucht in diesem Video zu erläutern. Viel Spass!

 

Schreibe einen Kommentar