Wie du Aufmerksamkeit gewinnst

Du bist soeben in den Zug eingestiegen und setzt dich in ein Abteil. Wie lange dauert es, bis du dein Handy hervor nimmst?

Also bei mir sind es keine 30 Sekunden bis ich anfange Mails anzuschauen, Social Media zu checken oder mal auf den News Portalen surfe. Durch das ständige erreichbar sein, befinden wir uns in einer permanenten Beschallung. Dies möchte ich nicht werten ob dies gut oder schlecht ist – schlussendlich ist es einfach Fakt.

Doch was für eine Auswirkung hat diese Ablenkung? Ich glaube sie geht mit einem Verlust der Aufmerksamkeitsspanne einher. Immer häufiger beobachte ich bei Vorträgen ja sogar bei Meetings, dass wenn es langweilig ist einfach mal das Handy oder Tablet gezückt wird.

Eigentlich haben wir unbewusst einen Gradmesser für Langeweile geschaffen. Je mehr Menschen man mit dem Handy in der Hand im Publikum sitzen sieht desto langweiliger ist der Speech oder eben das Meeting.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir müssen heute mehr leisten um die Aufmerksamkeit eines Publikums zu gewinnen und zu halten. Darum müssen diese 0815 Zahlen Daten Fakten Vorträge ausssterben, weil diese zu einem sofortigen Verlust der Aufmerksamkeit führen.

Wir leben in einer unterhaltungsstarken Zeit also muss auch ein Speech unterhalten – er soll zum Erlebnis werden. Dies erreichen wir durch folgende Punkte:

  • 100% Energie des Sprechers
  • Emotionen zeigen
  • Mit Geschichten arbeiten
  • Publikum integrieren
  • Bewegung, Gestik und Mimik müssen stimmen
  • Richtiger Einsatz von Präsentationshilfsmittel

Es scheint viel zu sein aber alle hängen miteinander zusammen und lassen sich auf eine einzige Regel zurück führen – den Beitrag dazu findest du hier.

Weiteres zum Thema Aufmerksamkeit und wie diese zu gewinnen ist erfährst du im Video:

4 mögliche Einstiege in einen Speech

«Sehr geehrte Damen und Herren, Meine Name ist Professor Doktor Müller und ich begrüsse Sie ganz herzlich zu meinem heutigen Referat: Das Blühverhalten unserer Gänseblumen»

…und genau in diesem Moment hat mein Hirn auf Stand-By geschaltet und ich höre die nächsten 40 Minuten das Meer rauschen.

75% aller Vorträge, die ich und du wahrscheinlich auch höre beginnen genau so. Es gibt tatsächlich Anlässe wo formhalber auf eine gewisse Art und Weise begonnen werden muss aber in den meisten Fällen haben wir doch absolut künstlerische Freiheit wie wir in einen Speech einsteigen.

Die ersten Sekunden, die ersten Worte entscheiden nämlich darüber ob uns ein Publikum die nächsten Minuten zuhört oder ob sie gleich zu Beginn in ihren Stand-By Modus schalten. Es gibt ganz einfache Wege ein Referat zu beginnen, wo gleich Spannung und Wirkung erzeugt wird und so die Aufmerksamkeit des Publikums gebündelt wird.

Vier dieser Strategien stelle ich dir im Video vor. Alle dieser Strategien habe ich natürlich schon selbst ausprobiert und haben ihre Wirkung gezeigt!

 

Sprecherpodium abschaffen!

In der Politik Standard, an offiziellen Anlässen viel gesehen und sogar bei Firmen ab und zu vorhanden – Das Podium.

Obwohl dieses Möbel in der Rhetorik immer noch weit verbreitet ist und viel eingesetzt wird, ist es wohl eines der grössten Killer der rhetorischen Kraft. Man muss sich nur mal vorstellen wie viel verloren geht, dadurch dass bis zu 3/4 des Körpers ganz einfach verdeckt wird. Das heisst Dinge wie Körpersprache und Gestik werden durch ein Möbelstück eliminiert. Doch bekanntlich sind es genau Dinge wie eben Mimik und Gestik, die einem Speech Farbe und Gestalt verleihen.

Ebenso lädt das Rednerpult ganz einfach dazu ein seine Notizen vor sich liegen zu haben und anstatt eines Speeches eine Buchlesung zu veranstalten. Mir ist durchaus bewusst, dass ein Rednerpult speziell für Personen, die nicht so gerne vor Menschen sprechen sehr einladend ist, da man sich etwas aus dem Fokus des Publikums nehmen kann. Aber das Ziel sollte doch sein, dass das Publikum die Botschaft des Sprechers mitnehmen kann und nicht, dass sich der Sprecher möglichst wohl fühlt auf der Bühne. Oder bin ich da falsch?

Zusammengefasst: Meiner Meinung nach hat ein Podium in keinem Szenario einen Mehrwert für eine Rede – mehr dazu im Video

 

Dein Speech lebt durch deine Geschichten

Wann hören mir die Menschen eigentlich zu wenn ich zu ihnen spreche? Wenn ich mit Zahlen, Daten, Fakten um mich werfe? Definitiv nein! Und trotzdem machen es die Meisten genau so.

Ich möchte an dieser Stelle eine ganz wichtige Botschaft platzieren: Menschen hören die zu, wenn du eine Geschichte erzählst. Sie hören dir noch besser zu, wenn du eine persönliche Geschichte erzählst.

Das Werkzeug des Storytelling ist wohl eines der mächtigsten in der Rhetorik und doch nutzen es so wenige. Ich möchte dich animieren mehr mit persönlichen Geschichten zu arbeiten, wenn du eine Botschaft platzieren möchtest – egal ob bei 1 Person oder bei 1000 Personen.

Im Video erfährst du die 3 wichtigsten Tipps für dein Storytelling.

 


Viel Erfolg!

Jeder kann vor Menschen sprechen

Die Vorstellung auf eine Bühne zu treten und zu mehreren Menschen zu sprechen, treibt vielen schon beim blossen Gedanken daran schon den Schweiss auf die Stirn. Doch ich glaube das ist eigentlich gar nicht nötig, denn mit ein paar kleinen Tricks kannst du deine Präsenz beim Speech vor Menschen schon um ein Vielfaches erhöhen. Meine 3 Tipps zum Thema Public Speaking erfährst du in diesem Video. Achtung mir ist noch eine Sache wichtig zu sagen: Diese Tipps gelten egal ob du vor 1 Person oder vor 1000 sprichst!

 

Klicke hier, falls du noch mehr über das Thema Storytelling erfahren möchtest

Auch zum Thema ‚Emotionen‘ findest hier noch ein weiteres Video

Viel Erfolg!